Scheckbuchdiplomatie

bezogen auf Deutschland in der Welt und in Europa

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Scheckbuchdiplomatie

Beitragvon micha » Mo Jan 10, 2005 21:29:41:

Fischer auf den "diplomatischen" roten Teppichen in den Katastrophengebieten abseits von Schutt und Schlamm, bediente in Indonesien die geheimsten Wünsche der dortigen Regierung und verteilte gleich einen ganzen Batzen aus dem 500 Milliarden Hilfsfont Deutschland, von dem die Geldhäscher des Jahrzehnte langen Bürgerkrieges schon Witterung aufgenommen hatten, noch ehe Kanzler Schröders Geberherz aus anderen Taschen ganz bis zu Ende überquoll.

Die populistische Gefühlsspritze für das Deutsche Volk hat er bereits vergessen, nun schwimmt er auf der Welle deutschen Zuspruchs, denn während Fischer das Geld verschleudert, sind er und sein Finanzminister damit beschäftigt, Hohn und Spott auf die Opposition und insbesondere auf MP Stoiber auszuschütten. Mit einem Mal zeigt sich die ganze Kälte der Kalkulation. Den Triumpf wie nach einer gewonnen Wahl, den Sieg, errungen mit dem propagandistischen Gefühl, bekommt nun Herr Stoiber zu spüren, weil er leise gewagt hat, nach der Finanzierung der halben Milliarde zu fragen.

So schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder. Fischer kann sein Ego mit dem Scheckbuch aufpolieren, er hat freie Hand, er kann zücken und zahlen, wie es Euch gefällt. Die Menschen in Deutschland sind zur Zeit für Schröder und Hilfe, arbeitslos zwar, aber voller Herz. Das genügt. Schauen wir einmal genau hin.

Das Geld ist aus der Hand, die Indonesische Regierung muss jetzt nur noch Projekte aufzählen, ganz viel später, damit das Geld nicht in Korruptionskanäle fließt, wie aus der Begleitung des spendablen Fischer, ehemals Taxifahrer und Teddyterrorist, soeben in den Nachrichten zu hören war. Das Vermögen ist in der Korruption, weg.

Wie wäre es denn gelaufen, wenn wir einen Außenminister mit Rückgrat hätten, der die Deutschen wenigstens zu 10 Prozent vertritt? Schon während der Endloskonferenzen in der Phase, als er und Entwicklungsministerin W.-Z. die Katastrophe nicht "stören" wollten, hätten Projekte angedacht werden müssen, an denen Deutsche leitend und mitarbeitend beteiligt sind, damit die Kontrolle für die Fluthilfe in deutscher Hand bleibt, die Hilfe wenigstens zu einem Teil die tatsächlichen Bedürften erreicht und einige Deutsche Arbeit erhalten.

Solche Projekte tatsächlicher Hilfe hatte Fischer nicht mit im Gepäck, wie auch, sie hätten Arbeit gemacht und Arbeit geschaffen. Solche Ziele haben die Herren nicht, sie schwimmen in Gehältern, Zulagen, Nebeneinkommen, Vergünstigungen und Spesen, warum Rückgrat, warum Arbeit? Der Freibrief ist das Mitleid Michels, des Deutschen.
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Beitragvon micha » Di Jan 11, 2005 10:11:20:

Bernd verfasste einen langen, in sich wahren, daher glaubhaften, guten Artikel, den ich vorsichtshalber hier im Publikationsforum absichern möchte. Ich bitte dich, Bernd, um dein Einverständnis, d. h. ich gehe mal davon aus.

Bernd Schlüter hat geschrieben: Verfasst am: 11 Jan 2005 08:37 am Titel: Scheckbuchdiplomatie

Viele von uns wissen es nicht: Deutsche sind in der Welt als Angeber verschrieen. Dann, wenn man den großen Macker (kommt das eigentlich von "Macher"?) herauskehren kann, ist man spendabel. Ist Not am Manne oder an der Frau, dann verdrücken sich die Helden.
So erlebt in Nepal. Als erste deutsche Überlebende eines Raubmordanschlages trafen wir auf einen deutschen Botschafter, der sich nach Auskunft seiner nichtdeutschen Kollegen am Vermögen in Not geratener deutscher Touristen bereicherte. Es waren die hochrangigsten Kollegen am Orte, um keine Zweifel aufkommen zu lassen. Unser bundesdeutscher Botschafter war auch in nepalesischen Kreisen kein Unbekannter und soll eine der größten privaten Sammlungen von buddhistischen Heiligtümern aus Tempeln Nepals in Bonn besitzen. (Nach Berichten von Bekannten, die dort ein- und ausgehen und aus der nepalesischen Presse). Es gab da gewisse Verbindungen ins Königshaus, zu einem alles andere als unbedeutenden Mitglied.

Mein Scheckbuch blieb jedenfalls in Nepal, geplündert von der deutschen Botschaft, so, dass das reichlich von meinen Angehörigen überwiesene Geld auf wundervolle Weise verschwand.
Damit sich keiner wundert, das Ganze spielte zur Zeit unseres Kanzlers Kohl, und wenn ich jetzt den Namen des Kanzleramtsministers und Staatssekretärs und Geheimdienstkoordinators Schmidbauer nenne, der mit der Mauss-AG "kooperierte", wird wohl so manchem ein Licht aufgehen.
Die Sache flog auf und wir bekamen von allen Seiten Unterstützung.
Überflüssig zu sagen, dass unser Bundesnachrichtendienst beauftragt wurde, unsere Heimreise (ich war schwer verletzt) zu unterbinden. Das misslang aufgrund massiver Unterstützung durch nichtdeutsche Stellen.

Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen sagen: Deutsche kann man im Falle der Not in der Pfeife rauchen: Ich musste schließlich das Geld für den Heimflug auf der Straße zusammenbetteln, das Geld war mir von Polizei und vor allem der Botschaft abgenommen worden. kein Deutscher gab mir etwas oder überbrachte Nachrichten an meine Angehörigen. Hilfe kam ausschließlich von Nichtdeutschen, wobei ich einige nicht namentlich genannte deutsche Personen nicht unerwähnt lassen möchte, die dem Botschafter zuwider handelten und halfen.

Micha, Du erwähnst die Amerikaner mit ihrer Soforthilfe mit Lebensmitteln:
Genau das erlebte ich auch in Nepal: Ich erzählte auch Amerikanern von unserem Schicksal, im verletzten Zustand von unserem Geheimdienst in Nepal festgehalten zu werden, "damit der Tourismus nicht beschädigt werde", so die halboffizielle Version.
Ohne Unterschied, jeder Amerikaner, den wir ansprachen, überprüfte auf der Stelle die Situation und half . In kürzester Zeit hatten wir das Geld für den Heimflug zusammen. Nachdem diese drei Amerikaner, völlig unabhängig voneinander, die Heimreise finanziell gesichert hatten, ein Elektronikingenieur aus San Franzisco, ein Chirurg aus Seattle, und einer, der sich sogar weigerte, die Adresse zu hinterlassen, reiste der Arzt noch zum Ort des Überfalls, um den Machenschaften des Dr. Harder entgegenzuwirken. Nebenbei wurde unsere gewaltsame Befreiung vorbereitet, wäre etwas geschehen, ich denke einmal, ohne, dass unsere Botschaft und Teile der königlich-nepalesischen Polizei davon ahnten...
In Deutschland zurück, erlebte ich dann, was Pressekontrolle heißt, mit dem Scheckbuch wird dann nicht gespart. ...uUnd die deutsche Presse WAR an unseren Berichten interessiert...
Die Zeugenaussagen wurden von einem unserer Helfer in alle Welt verschickt, damit der geballte Geheimdienst der damaligen Regierung in diesem unseren Land nicht die Dinge auf den Kopf stellen konnte.
Wer Zweifel an meinen Worten hat, der studiere einmal die "Südamerika-connection" des Gespanns Mauss-Kanzleramstminister Schmidbauer. Mauss ist heute Schlossherr in Kohls gesegnetem Land.

Bei dem Versprechen, das Fischer nun gegeben hat, bin ich ebenfalls im Zweifel, ob das Geld in wirklicher Hilfe die Notleidenden erreicht. Ich denke vielmehr, Scheckbuch wird Scheckbuch bleiben.

Heute denke ich, ich hätte damals an der Ostküste von Sri Lanka mich mehr um die vielen Funkamateure kümmern sollen, deren Adresse ich noch habe und die mich dringend um Unterstützung baten. Wenn heute etwas vordringlich ist, ist das, nach der Sofortversorgung mit Wasser und eine Initialzündung zum Wiederaufbau mit Material, das nicht mit dem Scheckbuch den dortigen Märkten entzogen wird, der Aufbau eines narrensicheren Notfallsystems, das unabhängig von der Regierung ist. Auf unterer Ebene funktioniert es, es gibt auch eine Feuerwehr und in jeder der dortigen Gemeinschaften gibt es vorbildliche, um das Allgemeinwohl bedachte Kräfte und Erzieher.
Der Störenfried ist die Regierung, die die Warnungen unterband... ich spreche von Sri Lanka, das einzge der betroffenen Länder, das ich gut kenne, von Indonesien aus waren die Warnungen sofort weitergegeben worden, teilweise über Funkamateure.
Das wäre ein Punkt, bei dem ich heute sagen würde, sollte effektive Hilfe ansetzen.
Damals hatte ich noch Bedenken, wegen der Bürgerkriegssituation in Sri Lanka. Die Ostküste ist sozusagen singhalesisch besetzt, die Bevölkerung erleidet nur Nachteile durch das Militär.

Helfen wir unserem Außenminister, dass er nicht die gleichen Leute großzieht, wegen denen das Deutschland Kohls einst bei unseren Nachbarn (es gibt da "berühmte" Sätze von Mitterand und d'Alema zu) berühmt wurde. Die deutsche Presse berichtete so gut wie nicht von der Korruption in diesem unseren Lande, die, die Anzeichen mehren sich, nach dem Regierungswechsel, nicht nachgelassen zu haben scheint.
Denken wir bloss nicht, wir seien die Besten in der Welt, dafür habe ich zu viel erlebt. Nicht nur dieses. BS ;4:


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Einfügung, verfasst am: 11 Jan 2005 10:37

Viele von uns wissen es nicht: Deutsche sind in der Welt als Angeber verschrieen. Dann, wenn man den großen Macker (kommt das eigentlich von "Macher"?) herauskehren kann, ist man spendabel. Ist Not am Manne oder an der Frau, dann verdrücken sich die Helden.

So erlebt in Nepal. Als erste deutsche Überlebende eines Raubmordanschlages trafen wir auf einen deutschen Botschafter, der sich nach Auskunft seiner nichtdeutschen Kollegen am Vermögen in Not geratener deutscher Touristen bereicherte. Es waren die hochrangigsten Kollegen am Orte, um keine Zweifel aufkommen zu lassen. Unser bundesdeutscher Botschafter war auch in nepalesischen Kreisen kein Unbekannter und soll eine der größten privaten Sammlungen von buddhistischen Heiligtümern aus Tempeln Nepals in Bonn besitzen. (Nach Berichten von Bekannten, die dort ein- und ausgehen und aus der nepalesischen Presse). Es gab da gewisse Verbindungen ins Königshaus, zu einem alles andere als unbedeutenden Mitglied.

Mein Scheckbuch blieb jedenfalls in Nepal, geplündert von der deutschen Botschaft, so, dass das reichlich von meinen Angehörigen überwiesene Geld auf wundervolle Weise verschwand.

Damit sich keiner wundert, das Ganze spielte zur Zeit unseres Kanzlers Kohl, und wenn ich jetzt den Namen des Kanzleramtsministers und Staatssekretärs und Geheimdienstkoordinators Schmidbauer nenne, der mit der Mauss-AG "kooperierte", wird wohl so manchem ein Licht aufgehen.
Die Sache flog auf und wir bekamen von allen Seiten Unterstützung.
Überflüssig zu sagen, dass unser Bundesnachrichtendienst beauftragt wurde, unsere Heimreise (ich war schwer verletzt) zu unterbinden. Das misslang aufgrund massiver Unterstützung durch nichtdeutsche Stellen.

Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen sagen: Deutsche kann man im Falle der Not in der Pfeife rauchen: Ich musste schließlich das Geld für den Heimflug auf der Straße zusammenbetteln, das Geld war mir von Polizei und vor allem der Botschaft abgenommen worden. kein Deutscher gab mir etwas oder überbrachte Nachrichten an meine Angehörigen. Hilfe kam ausschließlich von Nichtdeutschen, wobei ich einige nicht namentlich genannte deutsche Personen nicht unerwähnt lassen möchte, die dem Botschafter zuwider handelten und halfen.

Micha, Du erwähnst die Amerikaner mit ihrer Soforthilfe mit Lebensmitteln:
Genau das erlebte ich auch in Nepal: Ich erzählte auch Amerikanern von unserem Schicksal, im verletzten Zustand von unserem Geheimdienst in Nepal festgehalten zu werden, "damit der Tourismus nicht beschädigt werde", so die halboffizielle Version.

Ohne Unterschied, jeder Amerikaner, den wir ansprachen, überprüfte auf der Stelle die Situation und half . In kürzester Zeit hatten wir das Geld für den Heimflug zusammen. Nachdem diese drei Amerikaner, völlig unabhängig voneinander, die Heimreise finanziell gesichert hatten, ein Elektronikingenieur aus San Franzisco, ein Chirurg aus Seattle, und einer, der sich sogar weigerte, die Adresse zu hinterlassen, reiste der Arzt noch zum Ort des Überfalls, um den Machenschaften des Dr. Harder entgegenzuwirken. Nebenbei wurde unsere gewaltsame Befreiung vorbereitet, wäre etwas geschehen, ich denke einmal, ohne, dass unsere Botschaft und Teile der königlich-nepalesischen Polizei davon ahnten...
In Deutschland zurück, erlebte ich dann, was Pressekontrolle heißt, mit dem Scheckbuch wird dann nicht gespart. ...uUnd die deutsche Presse WAR an unseren Berichten interessiert...

Die Zeugenaussagen wurden von einem unserer Helfer in alle Welt verschickt, damit der geballte Geheimdienst der damaligen Regierung in diesem unseren Land nicht die Dinge auf den Kopf stellen konnte.
Wer Zweifel an meinen Worten hat, der studiere einmal die "Südamerika-connection" des Gespanns Mauss-Kanzleramstminister Schmidbauer. Mauss ist heute Schlossherr in Kohls gesegnetem Land.

Bei dem Versprechen, das Fischer nun gegeben hat, bin ich ebenfalls im Zweifel, ob das Geld in wirklicher Hilfe die Notleidenden erreicht. Ich denke vielmehr, Scheckbuch wird Scheckbuch bleiben.

Heute denke ich, ich hätte damals an der Ostküste von Sri Lanka mich mehr um die vielen Funkamateure kümmern sollen, deren Adresse ich noch habe und die mich dringend um Unterstützung baten. Wenn heute etwas vordringlich ist, ist das, nach der Sofortversorgung mit Wasser und eine Initialzündung zum Wiederaufbau mit Material, das nicht mit dem Scheckbuch den dortigen Märkten entzogen wird, der Aufbau eines narrensicheren Notfallsystems, das unabhängig von der Regierung ist. Auf unterer Ebene funktioniert es, es gibt auch eine Feuerwehr und in jeder der dortigen Gemeinschaften gibt es vorbildliche, um das Allgemeinwohl bedachte Kräfte und Erzieher.

Der Störenfried ist die Regierung, die die Warnungen unterband... ich spreche von Sri Lanka, das einzge der betroffenen Länder, das ich gut kenne, von Indonesien aus waren die Warnungen sofort weitergegeben worden, teilweise über Funkamateure.
Das wäre ein Punkt, bei dem ich heute sagen würde, sollte effektive Hilfe ansetzen.

Damals hatte ich noch Bedenken, wegen der Bürgerkriegssituation in Sri Lanka. Die Ostküste ist sozusagen singhalesisch besetzt, die Bevölkerung erleidet nur Nachteile durch das Militär.

Helfen wir unserem Außenminister, dass er nicht die gleichen Leute großzieht, wegen denen das Deutschland Kohls einst bei unseren Nachbarn (es gibt da "berühmte" Sätze von Mitterand und d'Alema zu) berühmt wurde. Die deutsche Presse berichtete so gut wie nicht von der Korruption in diesem unseren Lande, die, die Anzeichen mehren sich, nach dem Regierungswechsel, nicht nachgelassen zu haben scheint.

Denken wir bloss nicht, wir seien die Besten in der Welt, dafür habe ich zu viel erlebt. Nicht nur dieses.
Zuletzt geändert von micha am Fr Apr 03, 2009 11:14:28:, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon micha » Di Jan 11, 2005 20:07:04:

War mir nicht aufgefallen, jetzt erst fällt es mir ein:
Der Slogan "Hilfe zur Selbsthilfe" ist Scheckbuchdiplomatie. Man lässt diejenigen allein, die sich selbst helfen sollen, geht nur mit Geld. Dagegen steht: Arbeit im Vordergrund, bescheidenes Geld im Hintergrund http://www.rheindeutschland.de/forum/vi ... ?p=698#698
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Beitragvon micha » Mi Jan 12, 2005 14:13:44:

Spiegel Online soeben:
KATASTROPHENGEBIET
Indonesien setzt ausländischen Truppen Frist.
Nach dem Willen der indonesischen Regierung sollen ausländische Soldaten nur noch bis Ende März den Flutopfern helfen. Dann müssten sie das Land verlassen, forderte Vizepräsident Kalla.


Sehr schnell nach Fischers großzügigem Geschenk von wohl Aberhundertmillionen an die Indonesischen Regierung aus seinen eigenen Ersparnissen (wer daran zweifelt, ist unmenschlich, hat kein Herz etc. gemäß dem Vorwurfauswurf auf MP Stoiber, oder waren es doch Steuergelder wie immer?) soll nun schnell dicht gemacht werden, damit das Rebellengemetzel weiter gehen kann. Die Ausländer sollten kurz helfen, möglichst mit Geld, aber nun nichts wie RAUS mit ihnen, Geschenke kommen nun nicht mehr, die Deutschen waren die letzten, die dummen Hauptzahler für den Krieg.

Wann wachen die Deutschen eigentlich auf und wählen diese gewissenlosen Geldonkel und -Tanten ab?
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Beitragvon micha » Do Jan 13, 2005 09:21:37:

Die werbewirksame Fensterrede von Bundeskanzler Schröder gestern auf einer Moratoriumssitzung der Südostasien-Fluthilfe für Presse und Fernsehen betonte längerfristige "Projekte", "Partnerschaften" etc. mit dem ausdrücklichen Hinweis, ja doch die Geldhilfe nicht umsonst verschleudern zu dürfen, jedoch sagte er dies, nachdem sie bereits an die indonesische Regierung durch seinen Adjutanten Fischer soeben verschleudert worden war. Der deutsche Steuerzahler wird hinters Licht geführt, weil er für das Zerrinnen des Geldes aus der Scheckbuch-"Diplomatie" und hinterher auch noch für die Projekte aufkommen muss, die eigentlich aus dem verschleuderten Geld finanziert werden sollten.

Das Wort Diplomatie habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil die eigentliche diplomatische Aufgabe darin besteht, Geldunterstützung für die Regierung in Indonesien etc. mit der humanitären Forderung zu verbinden, dass Hilfsorganisationen und waffenloses Militär noch viel länger in den Katastrophengebieten bleiben dürfen, als dies von den Kriegstreibern und der Regierung zur Zeit vorgesehen ist. Möglichst gestern sollen alle aus dem Land. Die Menschen sollen allein gelassen werden. Um diese Menschen kümmert sich die Regierung wenig. Der Rebellenkampf soll weiter gehen. Dafür hat AM Fischer ja bereits gezahlt.

Die Entwicklungsministerin Frau W.-Z. vertritt alle diese Fehlleistungen zusammen und möchte den Schuldenerlass möglichst sofort und möglichst umfassend extra. Damit vergibt sie den Hebel für längerfristige Hilfe, nur um den USA schaden zu können, ohne jede Rücksicht auf den deutschen Steuerzahler und die leidenden Menschen in den Gebieten, die von Regierung, Rebellen und Flut bedängt sind.

Die USA fordern nämlich jetzt, dass ihre Hilfe weiter gehen kann, zumal Direkthilfe von anderen Ländern einschließlich Deutschland nur Tröpfchenweise kam und jetzt auch noch von der indonesischen Regierung behindert wird. Frau W.-Z. will die Falschen unterstützen, um den USA zu schaden. BK Schröder gerät genau wieder in diese Richtung, nämlich durch mangelnde abgestimmte Diplomatie die USA auf Kosten der Menschen zu isolieren, wenn nicht zu verraten, damit die Hilfe der USA versandet.

Die Propaganda des Kanzlers, Deutschland sei mit der Hilfe ganz vorn, ohne die USA zu erwähnen, die ein Mammut-Sofortprogramm aufgestellt haben, ungefähr 100:1 verglichen mit Deutschland, muss daher in dem von mir beschriebenen Licht gesehen werden.

MP Stoiber saß unglücklich sehenden Auges daneben. Er wird noch zur tragischen Figur. Er kann zur Entfaltung kommen, wenn er einen Kanzlerkandidaten wie Roland Koch hat, mit dessen Kraft seine Klugheit nicht unterdrückt wird. Dies geschieht jedoch zur Zeit durch die gewissenlosen Populisten der Regierung.
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Beitragvon micha » Fr Apr 03, 2009 11:18:42:

SPIEGEL ONLINE: Heißt das, ein Land wie Deutschland - wo die Forderung nach mehr deutschen Truppen in Afghanistan sehr unpopulär geworden ist - wird nicht mitten im Wahljahr neue amerikanische Forderungen fürchten müssen?

Hamilton: Deutschland ist ein besonders spannender Fall. Offensichtlich erleben wir eine Rückkehr zu der "Scheckbuch-Diplomatie", die die deutsche Außenpolitik so lange geprägt hat.
SPIEGEL ONLINE: Inwiefern?

Hamilton: In den Jahren der "Bonner Republik" konnten die Deutschen wegen verfassungsrechtlicher Bedenken keine Truppen in Kampfgebiete schicken. Sie halfen aber oft finanziell. Dieses Verhaltensmuster schien überkommen zu sein, doch es erlebt derzeit wohl eine Renaissance - ironischerweise mitten in einer Finanzkrise, die eine Scheckbuch-Diplomatie politisch nicht gerade populärer macht. Der Trend ist besorgniserregend: Unsere außenpolitischen Herausforderungen sind ernst. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, harte und unpopuläre politische Entscheidungen zu vermeiden.
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